17. Karlsruher Kurzfilmnacht – 26. November 2014

 

Aktuell: 17. Karlsruher Kurzfilmnacht in der Orgelfabrik Durlach am Mittwoch 26. November 2014 um 20 Uhr – „Familiengeschichten“

Die Karlsruher Kurzfilmnacht nimmt nach drei Jahren Pause ihre Tradition wieder auf – nun an neuem Ort: in der Orgelfabrik Durlach. Weiterhin geht es darum, künstlerisch wertvolle Kurzfilme zu zeigen und mit dem Publikum und den Autoren der Filme darüber zu sprechen.

Der aus Durlach stammende Filmemacher Philipp Hartmann hat für die 17. Ausgabe der Karlsruher Kurzfilmnacht ein Programm zusammengestellt, das sich mit der (Re)konstruktion von Familiengeschichten beschäftigt. In Deutschland, Portugal, Korea oder Südamerika begeben sich die Macher der Filme dieses Programms auf die Suche nach Erinnerungen. Sie machen und hinterfragen Bilder, untersuchen vergangene Familien-Konstellationen und die Rolle, die die Geschichte für die eigene Person hat. Mal fiktionalisiert, mal dokumentarisch, mal essayistisch und immer mit einem sehr persönlichen Blick. Die ganz unterschiedlichen Arten, wie die Filme des Programms um ihr Thema kreisen, erschließen neue Zusammenhänge – und so vielleicht auch einen anderen Blick auf sich selbst und die eigene Geschichte.

17. Karlsruher Kurzfilmnacht. Ein Kurzfilmprogramm zum Thema Familiengeschichten. Mit Filmen von Luise Donschen, Maya Connors, Catarina Vasconcelos,Timo Schierhorn und Philipp Hartmann. Mehrere FilmemacherInnen werden anwesend sein. Mittwoch 26.11.2014, 20 Uhr. Orgelfabrik Durlach. Eintritt: 6 € (ermäßigt: 4 €)

 

Die Filme:

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Metáfora ou a Tristeza Virada do Avesso von Catharina Vasconcelos (Portugal/Großbritannien 2013, 32 Min., Super8/HD)

Ein Briefwechsel zwischen Bruder und Schwester rekonstruiert Erinnerungen an die verstorbene Mutter, an die Zeit des politischen Aufbruchs in Portugal in den 70er Jahren – und an des Leben, das weiter geht.

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The owls have grown as big as the half moon von Maya Connors (Deutschland 2014, 16 Min, Super8/MiniDV/VHS)

Eine Reise nach Südkorea, auf der Suche nach Erinnerungen aus der frühen Kindheit zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr. Erinnerungen aus einer Zeit also an die man sich meist wenig erinnert. Während der Reise durch das Land und an Orte von damals wird deutlich, dass sich das Gesuchte nicht greifen lässt. Die Fremde vor Ort überlagert sich mit der Fremdheit gegenüber dem Vergangenen und der eigenen Biografie.

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Macht, dass mir inne wird, was ich durch Euch verloren habe! von Luise Donschen (D 2012; 26min.; HD/DV/S8 Farbe)

Während mein Vater ein Bildarchiv meiner Kindheit aufgebaut hat, hat meine Großmutter kurz vor ihrem Tod die Fotoalben der Familie zerstört. Zwischen diesen beiden Polen mache ich mich auf, alte Bilder zu befragen, neue zu produzieren und alles miteinander in Beziehung zu setzen. Die Reise führt nach Ostberlin, nach Polen und durch Hamburg. Es geht um die Gestalt des Erinnerns, die Leichtigkeit des Vergessens und ums Filmemachen an sich.

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Von der Notwendigkeit, die Meere zu befahren von Philipp Hartmann (D/BOL/ARG 2010; 22 Min. Super8)

Drei Menschen reisen in drei verschiedenen Zeiten durch die gleiche Gegend. Einer von ihnen ist B. Der Film rekonstruiert zwischen Fiktion und wissenschaftlichem Essay, was B. auf seiner Reise erlebt haben könnte und warum mich das 70 Jahre später beschäftigt.

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Nacht um Olympia von Timo Schierhorn (D 2009, 15 Min.; 8mm/HDV)
Essayistische Annäherungen an die Person des eigenen Vaters, der nur noch in Form von Bildern und alten Filmen existiert. Die Befragung der Bilder geht bis zur Neuinszenierung von Weihnachtsfesten und Sportlertreffen.

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